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Röchelrotz-Viren und Bazillen-Alarm in der Hustbude

Tags: | Vom 21. Dezember 2009 | Autor: Papa la Papi | Thema: Familie

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Husten, Schnupfen, Eiterkeit. Mit einem süßen Baby in der Familie, das ständig abgeknutscht sein will, schiebt man sich die wohlgenährten Bazillen täglich neu zu. Auch die frisch mutierten Viren feiern ausgelassene Orgien in Halsnasenohren.

Die Schweinegrippe scheint ein Ponyhof dagegen. In jedem Fall kann man sich grad nicht impfen lassen, das man eh schwerst angeschlagen ist. Es so eine Herbes-Variantion sein, die dem Baby übel zu schaffen macht(e). Auf solche Infekte setzen sich dann normalerweise harmlose Bakterien und lösen den üblichen Schlamassel aus. Trotzdem wird geknutscht und geknudelt – man braucht das eben, so funktioniert nun einmal Evolution, das Kleine will bekuschelt werden und die Erwachsenen können gar nicht anders.

Also ist ein Röcheln und ein Rotzen in der Hustebude, ein Fest der Infekte, das sich gewaschen hat. Beständige Rotzfäden erklären den Begriff Rotzlöffel von annudazumal. Es gibt noch den Rotzbengel oder die Rotzgöre. Auf jeden Fall ist die Gummel stets verschmiert und glänzt vor Rotz. Kommt der Wattebausch zum Abtupfen gibt es großes Trara, was die Schniefnase erst so richtig anstachelt. Auch trockene Popel haben sich ins Nasenfleisch gegraben und sind nur unter Kriegsgeheul aus dem Babyface zu entfernen.

Hustenanfall. Alle.

Was nun? Die Sprecherzimmer sind voll, die Zeit ist knapp, der Arbeit viel. Homöopathie? Oh, ja, da bekommt man Ratschläge im dicken Dutzend. Immunstimulanzien? Erstmal Antibiotika. Ist der eine jedoch halb genesen, legt die andere erst richtig los. Es wandert im Kreis. Bisher gibt es weder ein Kreismedikament, noch einen Kreisarzt.

Selbst die Sauna, das sagte der letzte Versuch, kann die Sache noch verschlimmern. Also heißt es aushalten, durchhalten, hoffen. Oder was macht ihr? Wadenwickel? Zwiebelbaumel? Jodkissen?

Foto: tiegeltuf