Erziehung

Machtkämpfe mit dem Nachwuchs und Klischees. Ein Kommentar

Machtkämpfe mit dem Nachwuchs und Klischees. Ein Kommentar

Machtkämpfe, Willen durchsetzten sind wichtige Themen. Und hier im Blog Wunderbare Kinder unter dem Beitrag Der will ja nur seinen Willen durchsetzen… unfangreich aufbereitet. Gefällt mir. Ja, man muss klar und eindeutig sein. Immer. Und Kinder “gucken sich” nicht nur viel von... mehr

Machtkämpfe mit dem Nachwuchs und Klischees. Ein Kommentar

Tags: , , | Vom 29. Juni 2010 | Autor: Papa la Papi | Thema: Erziehung

4

Machtkämpfe, Willen durchsetzten sind wichtige Themen. Und hier im Blog Wunderbare Kinder unter dem Beitrag Der will ja nur seinen Willen durchsetzen… unfangreich aufbereitet. Gefällt mir. Ja, man muss klar und eindeutig sein. Immer. Und Kinder “gucken sich” nicht nur viel von uns ab, sie lernen in den frühen Jahren ausschließlich per Nachahmung. Vermutlich lernt der Mensch das meiste aus Nachahmung und “learning by doing” – selbst noch im Erwachsenenalter.

Es ist wichtig gegen Klischees und Plattitüden (Machtkampf, Eigenen Willen durchsetzen) vorzugehen und dies zu reflektieren.

Manche Menschen scheinen dazu nicht in der Lage oder haben das nicht gelernt. Es sind genau diese Begriffe und Vor-Urteile wie “Machtkampf” und “Willen durchsetzen” die uns den Blick auf das tatsächliche Geschehen verstellen und mehr über den aussagen, der diese benutzt, als über ein … Kind.

Es gäbe noch viel mehr dazu zu sagen, aber hier ist nicht der Ort dazu.
Viele sind geneigt, alles mögliche, Verhaltensweisen, Charaktere, Neigungen – Menschen halt – in Schubladen zu stecken. Das ist man gewohnt, so kommt man besser zurecht. Vermutlich ist es ein Urbedürfnis und manches aus der Hinrforschung deutet darauf hin, dass dieses Verhalten uns bei vielen Gelegenheiten hilft, den Überblick zu behalten und wichtig und unwichtig unterscheiden zu können.

Nur mit demjenigen, den man in diese Schubladen steckt und den man durch die Brille bestimmter Stereotype sieht, hat das sehr wenig bis gar nichts zu tun. Da muss man erstmal hinter steigen. Dann sieht manches ganz anders aus und vieles fällt leichter.

Kinder müssen etwas wild sein … sonst sind sie nicht gesund!

Foto: Edwin Lee

Sind so kleine Hände

Tags: , | Vom 17. Februar 2010 | Autor: Papa la Papi | Thema: Kinder

0

Gerade durch das berechtigt große Entsetzen über die sexuellen Übergriffe auf Kinder durch katholische Lehrer des Jesuitenorderns in Deutschland, schwappt das Thema Kindesmisshandlung wieder an die Oberfläche. Da die Katholische Kirche mal wieder ein billiges Ziel abgibt, wird leicht übersehen, dass die Masse der Misshandlungen von Schutzbefohlenen und Kindern an ganz anderer Stelle stattfindet – nämlich in den Familien.

Kinder zu quälen und zu missbrauchen ist etwas so Ungeheuerliches, etwas derart Abscheuliches, dass man es lieber nicht wahrhaben möchte, wenn es irgendwo geschieht. Dabei sind die Misshandlungen vielfältig, subtil und natürlich nicht nur auf sexuelle Übergriffe beschränkt. Lesenswert dazu der Wikipedia-Artikel am Ende des Beitrags.

Ich erinnerte mich wieder an den Text dieses kleinen, rührendes Liedes aus den 70er-Jahren – mich berührt dieses Lied sehr, denn ich weiß, was man Kindern und Heranwachsender aus Grobheit und eigener Verletztheit alles antun kann und niemals antun darf: Bettina Wegner “Sind so kleine Hände”

Sind so kleine Hände
winz’ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
könn’ sie sonst nicht geh’n.

Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.

Sind so schöne Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen
die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden
könn’ sie nichts versteh’n.

Sind so kleine Seelen
offen und ganz frei.
Darf man niemals quälen
geh’n kaputt dabei.

Ist so’n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen
wär’n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab’n wir schon zuviel.

http://bettina-wegner.de

http://de.wikipedia.org/wiki/Kindesmisshandlung

Im Mittelpunkt sein

Tags: , , | Vom 7. Februar 2010 | Autor: Papa la Papi | Thema: Kinder

2

Kinder sind kleine Egoisten, heißt es immer wieder. Im Rausch ihrer natürlichen Egomanie, zimmern sie ihren Spielkameraden den Schaufelbagger an den Schädel und ziehen wie die Sonne im Sternensystem bei einer Familienfeier alle Aufmerksamkeit mit voller Absicht auf sich. So sollen sie nun mal sein, die kleinenRacker und Märchenprinzessinnen. Wenn alles sich nur um sie dreht und sie im Mittelpunkt (der Aufmerksamkeit) stehen, sind sie zufrieden. Das scheint die Welt eines kleinen Kindes aus der Sicht mancher Erwachsener zu sein.

Ich habe es neulich wieder erlebt, dass die Annahme, die wollen stets im Mittelpunkt stehen, für eine unumstößliche Tatsache gehalten wird. Um mich zu erklären: Ich halte davon überhaupt nichts.

Ich gehe nicht davon aus, dass jeder Bengel seiner Konkurrenz einen an den Latz knallt, noch dass es in der Natur des Kindes liegt, ständig im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stehen. Wie das immer so ist mit Vorurteilen und allgemeinen Annahmen, schaut man nicht mehr genau hin. Fragt weder, mit welchem Kind man es zu tun hat, unter welchen Umständen es lebt, wer seine Eltern sind, noch wer der Mensch ist, der die Beobachtung derAufmerksamkeitssucht gemacht hat.

Ein Kleinkind weiß weder was eine Bühne ist noch, dass Deutschland einen Superstar sucht. Hoffentlich. Dabei ist die Sache ganz einfach und hat nichts mit einem schwarzenAufmerksamkeitsloch zu tun, in dem Kinder um der Sache selbst willen Star und Mittelpunkt sein wollen.

Ein Kind braucht Nähe. Kinder brauchen Anregungen und Schutz. Das sind ihre angeborenen Bedürfnisse. Zusammen mit Neugier auf das, was Außen geschieht und wie sie selbst das Außen gestalten (mit eigenen Tönen, Handlungen, Bewegungen undMimiken ), könnte ein Beobachter meinen, dass das Kind im Mittelpunkt stehen möchte. Aber diese Annahme sagt mehr über den, der sie äußert aus, als über das Kind.

Ein Kind möchte dabei sein, möchte dort sein, wo alle anderen sind, wo die Bezugspersonen sind. Ein Kind will und muss am Leben teilnehmen, das ist ihm angeboren und braucht nicht interpretiert zu werden. Mir scheint, dass dies Haltung, Kinder suchten den Mittelpunkt, nur in den eherkategoriefreundliche Ländern (Stichwort: Schublade), wie es Deutschland nun mal ist, ein Thema ist. In Spanien und in den südlichen Ländern sind Kinder einfach mit von der Partie. Fertig.

Es mag ja tatsächlich Kinder geben, die sich in den Mittelpunkt spielen. Das hat seine Gründe. Seine guten Gründe. Natürlich ist es jedenfalls nicht. Vielleicht bekommt das Kind, dass ständig um Aufmerksamkeit ringt, nicht genug davon, also nicht genug Wärme und Körperkontakt. Das aber führt nicht zu so griffigen Aussagen von einigenAssenstehenden: Will im Mittelpunkt sein.

Ich mag das nicht.

Foto: Andreas

Die Welt verändern

Tags: , | Vom 29. Dezember 2009 | Autor: Papa la Papi | Thema: Erziehung

1

Die Welt schreit nach Leistung und Fortschritt
und ist voller Hass und Zank.
Kannst du all das sehen
und deinen Kindern dennoch helfen,
sich ihr Vertrauen, ihre Hoffnung und
ihren inneren Frieden zu bewahren?

Kannst du die Welt so annehmen, wie sie ist,
und dennoch nach anderen Maßstäben leben?
Kannst du deinen Kindern
ein Leben vorleben,
in dem es Veränderung,
Heilung,
Zuspruch
und Liebe gibt?

William Martin
Das Tao Te King für Eltern

Tolle Sachen mit den Vätern

Tags: , | Vom 18. Dezember 2009 | Autor: Papa la Papi | Thema: News

6

Unter dem Titel “Tolle Sachen mit den Vätern… Impulse und Ideen für Kitas” existiert eine Broschüre für Väter und Kitas als PDF auf der Website der Diakonie Reinland-Westfalen-Lippe. Aufmerksam wurde ich darauf über “vater-nrw.de – Starke Väter! vernetzen sich”.

In der Broschüre geht es um Kitas … und Väter: Es gibt sie – die tollen Sachen mit den Vätern in Kindertagesstätten, Familienzentren, Krippen, Horten und Kindergruppen. Väter sind unersetzlich und deshalb gehen immer mehr Kitas aktiv auf die Väter zu, entdecken sie als eigenständige Zielgruppe und als Partner in Fragen der Erziehung und Bildung. Mit großem Engagement und methodischer Phantasie unterstützen sie Väter bei ihrer Erziehungsarbeit und der Suche nach einer aktiven Vaterrolle. Sie ermöglichen Vätern und Kindern neue Erfahrungen im Miteinander und fördern den Austausch der Väter untereinander.

Tolle Sache. Und es bringt mich auf eine Idee: Wie wäre eine solche Broschüre für den Alltag, für die Freizeit, für Väter und Kinder in ihren Familien? Wäre das nicht ein klasse Ratgeber? Was macht ihr denn für tolle Sachen mit eueren Kindern? Schreibt doch mal. Sicher gibt es ein paar wundervolle Idee, die anderen helfen, gemeinsam tolle Sachen zu erleben.

Die Kommentarfunktion steht jedem hier frei!

Elfi Babykonzert

Tags: , | Vom 17. Dezember 2009 | Autor: Papa la Papi | Thema: Familie

3

Eine wundervolle Einrichtung, die in Köln schon länger erfolgreich läuft, in Hamburg aber dieser Tage Premiere hatte: Die Babykonzerte für Familien mit kleinen Kindern. Das Ensemble Resonanz der Elbphilharmonie (Elfi) hatte für 4 EURO zum Kammermusikkonzert geladen. Die Bude war gerappelt voll.

Das hat schon was: Ein Saal gefüllt mir 100 Babys ihren Müttern, manchem Vater und manchen Großeltern und ein Kammermusik-Orchester, das Mozart geigt. Lediglich die leisen Passagen der Stücke wurde leicht unangenehm, denn es erhob sich manch Geheule und Gezeter. Wie auch dieses exklusive Video zeigt.

Es war ganz fantastisch und ich habe das sehr genossen. Wunderschöne Musik erklingt und ein ganzer Raum voller Leben wuselt unter den Klängen der Geigen im Halbdunkel herum. Großeltern, die dieses Erlebnis mit ihren Enkel genießen, junge Mütter, die bemüht sind ihre wenige Wochen alten Babys zu beruhigen. Auf der Bühne tauchen schon gefähige Babys auf, die sich an den Stühlen der Musikerinnen festhalten. Die Krabbeldecke vor dem Ensemble ist gut bestückt.

Dieses Babykonzert war etwas ganz besonderes und einmaliges. Und ich bin benahe geneigt zusagen: Was kann es schöneres geben, als ein solches Fest des Lebens!

Vielleicht, wenn es im Sommer in einem Park stattfinden würde …