Männer

Kinder haben und Vater sein

Kinder haben und Vater sein

Ich wünsche allen ein frohes und gesundes neues Jahr. Dieses neue 2010 soll auch an dieser Stelle froh und positiv beginnen. Und da es aktuell nichts gibt, was mir mehr Freude bereitet, als mein kleines Töchterchen, soll der erste Artikel bei PapaLaPapi zum Inhalt haben, wie schön es ist,... mehr

Männermagazine – Lifestyle & Titten, Waschbrettbauch & Karrierearsch

Tags: , | Vom 21. Dezember 2009 | Autor: Papa la Papi | Thema: Männer

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Frauenzeitschriften gibt es wie Sand am Heu. Aber wie sieht es mit Männermagazinen aus? Welche Themen behandeln sie? Gibt es neben Playboy und Men’s Health noch irgendetwas von Belang? Gibt es vielleicht eine Männerzeitschrift, die dem Geschlecht in seiner Vielfalt auch nur annährend gerecht wird? Oder sind Männermagazine gleich Nachrichtenmagazine, weil in deren Redaktionen irgendwie auch der Mann zu Hause ist? Fragen über Fragen beim Thema Mann & Magazin.

Wenn der Blick in einem Bahnhofskiosk über die Regale mit gigantischen Menschen an Printmedien und Publikationen streift, fällt ihm ein Ressort besonders ins Auge: Frauenheft und -Magazine. Denn dieses Metier nimmt mindestens zwei ganze Regale in Anspruch, reicht von der Häkelpost und Promiklatsch, bis zur Fernsehzeitung und der Emma, von Brautmoden über Schwangerschaftsheften bis hin zum Flagschiff der Frauenmagazin – der Brigitte.

Sucht man nach einem vergleichbaren Augenfang, bleibt der Blick an Nacktbildern, an Busenbrüsten und Tittenärschen hängen. Es sind zwar auch irgendwie Frauenheft nur umgekehrt. Es ist scheinbar das, was das Männerherz sehen will: Bumsmamsells.

Geht es nur so? Als Macho? Nur im Bezug auf attraktive Weibsbilder (die sich oft genug abhängig von der Bewunderung und des Begehrens der Männer machen und daraus Bestätigung und Identität beziehen)?

Rogue January 1962Rogue, January 1962

Doch nein, halt, es gibt noch eine Abteilung die durch tendenziell seriöse Publikationen ins Auge sticht. Playboy, damit fängt es an, mit Men´s Healtsch (natürlich in Deutsch) und dem angebappten Six-Pack-Ratgeber geht es weiter, bei Matador und FHM hört es aber auch schon wieder auf. Eine Wüstenei. Ein erschütterndes Ergebnis von Flachthemen und Oberflächlichkeit die diese Heft in der Regel bieten, dass einem Kerl ganz anderes werden könnte. Selbst in der Hobby-Ecke, bei den Auto-Zeitschriften und Schießgewehrheften findet wir mehr Tiefsinn, als in dem Pseudo-Mannsbildern auf den Titelseiten der sogenannten Männermagazine.

Woran liegt das? Ist es wirklich so schlecht bestellt um die Männer? Sind es die Verlage, die seit eh und je gutes Geld verdienen mit der Maxime: Give them what they want? Oder interessiert es die Kerle einfach nicht, wer sie sind, wie sie zu dem geworden sind, der sie nun einmal sind, was wirklich in ihnen steckt, was es ausmacht ein Mann zu sein, ein Vater, ein Mensch? Oder handeln das die “normalen” Zeitschriften in ihren vielen Meldungen und Artikeln nebenher so ab?

Am Tiefpunkt des Männer-Images arbeitet weiterhin fieberhaft der Gruner + Jahr Verlag, der sich ganz offenbar satte Gewinne aus der Oberflächlichkeit der Menschen verspricht. Bei dem neuen “Business-Lifestyle-Magazin für Männer” Business Punk, dreht sich mir der Magen um. Seit Sasha Lobo ist es offenbar en vogue von Punker in Geschäftshosen zu sprechen. Sehr männlich. Nur hat kaum ein Business Punk je über Mannsein nachgedacht.

Das toppt der Hamburger Verlag jedoch mit BEEF – Magazin für Männer mit Geschmack. Glücklicherweise erscheint das nächste Fleisch-Heft erst im nächsten Frühjahr. Männer = Steaks. Punkt. Es ist ein solch gottverdammtes Trauerspiel an dieser Stelle, das es gar nicht so viele Rinder im ehemaligen Brasilianischen Urlaub gibt, die man fressen müsste, um so viel kotzen zu können, wie man möchte.

Doch es gibt natürlich auch viele “andere” Männer, Männer, die etwas anderes wollen. Und die längst ein eigenes Magazin verdient hätten, ein E-Mannzipatorisches Monatsheft, das uns als liebende Menschen, als Väter und Partner der Frauen gerecht wird.

Fotos: TheeErin – Erin! (Rhymes with nervous), Uh … Bob

Sorgerecht-Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte

Tags: , , | Vom 3. Dezember 2009 | Autor: Papa la Papi | Thema: News

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Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte kassiert ein Sorgerechts-Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichts, das eine Klage eines Vaters, der seit 8 Jahren vergeblich um das Sorgerecht für seine 14-jährige Tochter kämpft, abwies. Der aufrechte Vater “machte das Diskriminierungsverbot und einen Verstoß gegen die Achtung des Familienlebens der Europäischen Menschenrechtskonvention geltend”, wie SPIEGEL online weiß.

Nun muss das deutsche Sorgerecht endlich grundlegend reformiert werden. Laut SPIEGEL Online gilt in den meisten Ländern Europas “ein gemeinsames Sorgerecht. Nur in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein haben Mütter ein Vetorecht gegenüber dem Recht der Väter. Bei ehelichen Kindern ist die Rechtslage klar: In der Regel gilt das gemeinsame Sorgerecht.”

Wie Leid das bestehende Sorgerecht, das vor wenigen Jahren schon reformiert wurde, in den Familien, den Kindern und Vätern verursacht hat, bleibt unbekannt. Aber das ein Gerichtshof für Menschenrechte sich in diese Sache einschalten muss, ist schlichtweg ein Skandal. Oder wie Fokus titelt: Attest vom EU-Menschenrechtshof: Antiquiertes Sorgerecht diskriminiert deutsche Väter

Die betroffenen Väter – und eigentlich wir alle – können nur froh sein, dass die Von der Leyen nicht mehr das Bundesfamilienministerium führt. Wenn ein Menschenrechtsgerichtshof ein Bundesdeutches Urteil kassiert, ist das Grund genug für einen Rücktritt – aber wie sie oft, wird hier niemand persönliche Verantswortung übernehmen …